Browsed by
Schlagwort: Kamera

So gelingt die Videoproduktion! – Heute: Kameraperspektiven

So gelingt die Videoproduktion! – Heute: Kameraperspektiven

Die Dominanz einer gefilmten Person wird maßgeblich durch die dazu passende Kameraperspektive beeinflusst. Wer eine Person von unten zu sehen bekommt, wird sie, gewollt oder ungewollt, als dominant einstufen, während von oben gefilmte Protagonisten eher unterlegen wirken. Das einfache Prinzip: Die Kamera ist das Auge des Zuschauers, welches sich mittels gezielter Perspektivenwechesel manipulieren lässt.

Die richtige Kombination aus Emotion und Technik

Ungeachtet aller technischen Möglichkeiten, überzeugen professionelle Videos (wie von der Videoproduktion Frankfurt) ausschließlich durch das erfolgreiche Zusammenspiel von Emotion und Technik. Sobald ein Schauspieler Mimik und Gestik nicht angemessen einsetzt, erhält jede halbwegs ernste Szene eine unfreiwillig komische Note. Die Folge: Die Sequenz wirkt unnatürlich und deplatziert und verhindert im Extremfall die erfolgreiche Fertigstellung des Films.

Damit in Zukunft zumindest die Kameraeinstellungen stimmen, zeigen wir Ihnen im heutigen Beitrag, wie Sie letztgenannte Emotionen sinnvoll einfangen. Wann verwende ich welche Perspektive? Für welche Art von Szenen eignet sich der klassische Zoom? Und in welchen Momenten lohnt es sich zu experimentieren? Fragen, die wir klären wollen.

Videoproduktion
Videoproduktion erfordert viel Erfahrung und die richtige Einstellung.

Welche Arten von Kameraperpektiven gibt es?

Bei der klassischen Filmproduktion wird zwischen der Normalsicht, der Untersicht, der Aufsicht sowie der Schrägsicht unterschieden. Jede Perspektive verfügt dabei über eigene Funktionen, die es bei der Produktion eines Videos zu beachten gilt.

  1. Überblick – Normalsicht:
    Die Normalsicht zeigt ein Motiv auf deren Höhe (bei Menschen oder Tieren: Augenhöhe) und erzeugt beim Zuschauer keine besondere Wirkung. Allgemein wird sie für die authentische Darstellung von Personen verwendet, z.B. um die Position eines Schauspielers einzunehmen.
  2. Überblick – Untersicht:
    Die Untersicht zeigt ein Motiv aus einer niedrigen Position (schräg nach oben gerichtet) und stützt das machtvolle Element eines Objektes oder einer Person. Als klassisches Beispiel dienen hierbei die zahlreichen Kofferraumszenen von Kult-Regisseur Quentin Tarantino, dessen Perspektiven die Unterlegenheit der Leichen betonen (Froschperspektive).
  3. Überblick – Aufsicht:
    Die Aufsicht zeigt ein Motiv aus einer höheren Position (Vogelperspektive) und dient der Verharmlosung von Personen, gegenteilig aber auch der bedrohlichen Darstellung bestimmter Gegenden (Canyons). Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang der Top Shot, der den Protagonisten in einem Winkel von 90 Grad einfängt.
  4. Überblick – Schrägsicht:
    Die Schrägsicht zeigt ein Motiv meist seitlich und dient, mithilfe der beigefügten Untersicht, der Darstellung von Traumszenen. Alternativ kann die Schrägsicht jedoch auch sich anbahnenende Gefahrensituationen unterstützen. Stellen Sie sich hierfür einen guten Krimi vor, bei dem ein Protagonist flüchtet: Flüchtiges Umdrehen wird per Schrägsicht dargestellt.

Experimente – Ja oder Nein?

Die erfolgreiche Produktion eines Films gleicht der Fertigstellung eines Gemäldes. Verspricht eine Szene durch untypische Zoombewegungen und Kamerafahrten interessanter zu werden, sollten Sie nichts unversucht lassen und im Zweifel mehrere Aufnahmen einer Szene machen. Bei der Nachbearbeitung der einzelnen Szenen können Sie schließlich noch immer entscheiden, welcher Teil es in den Film schafft und welcher eher unbrauchbar ist.

Ein großer Fan des Zooms war Stanley Kubrick. Als Meister des skurrilen Films verstand er es Kameraperspektiven und Zooms perfekt aufeinander abzustimmen. In seinem 1987 erschienen Klassiker ,,Full Metall Jacket“ wird Private Joker, Protagonist des Films, beim Blick in ein Massengrab zuerst aus nächster Nähe betrachtet, ehe die Kamera langsam herauszoomt und die Szenerie nach und nach freigibt. Gefilmt aus der Untersicht und kombiniert mit einer einfachen Zoombewegung.

Licht im Fotostudio

Licht im Fotostudio

Es blitzt und blinkt und alles vom Gesicht wird ausgeleuchtet, jeder Pickel ist zu sehen und jede auch so kleine Unreinheit. Ja genau, im Fotoatelier lassen sich kleine Macken nur schlecht verstecken. Aber warum genau sieht man auf diesen Bildern immer so genau jede kleinste Unreinheit und vor allem immer das, was man gar nicht sehen soll?

Read More Read More